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Autor: Viron, zertifizierter Olivenöl Verkoster

Olivenöl verstehen: Mythen, Fakten, Klartext

22. April 2021

In diesem Artikel möchte ich fünf der vielen Mythen über Olivenöl aus der Welt schaffen:

Mythos I – Extra Natives Olivenöl ist nicht zum Kochen-Braten geeignet

Wenn das stimmen würde, dann hätten alle Mamas ( und Papas )  in allen Mittelmeerländern "falsch gekocht". Olivenöl besteht aus ca. 78 % einfach ungesättigten Fettsäuren. Diese vertragen Hitze besser als manches Pflanzenöl (s. unten), deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung Olivenöl zum Braten.

  • Unterschiedliche Rauchpunkte
  • Butter : 110 C
  • Margarine : 150 C
  • Soja – Sonnenblumenöl : 170 C
  • Olivenöl : 220 C

    Mythos II – Farbe als Indikator für Qualität

    Ist es nicht! Lass dich nicht irritieren. Die Farbe kann von der Zeitpunkt  der Ernte, von der Art des Mahlwerks  ( Messer  oder  Hammer  )  oder auch von der Temperatur im Malaxierer beeinflusst werden.  Deswegen werden bei Verkostungen auch dunkle blaue Gläser eingesetzt. So  werden die Tester in keinster Weise beeinträchtigt.

      Mythos III – Olivenöl ist haltbar wie Wein

      Gute Olivenöle halten bei korrekter Lagerung sicher 2 Jahre.  Länger sollte man diese, auch bei einer top Lagerung, nicht aufbewahren. Ideal ist, sich mit eigenen Jahresbedarf ein zu decken.  Und dann wieder  Öle der neuen Ernte erwerben. Was heisst jedoch  "Gut" in diesem Kontext ?  Nun, es müssen die ....eigentlich  selbstverständlichen Faktoren beachtet worden sein, u.a. : 

      1. gesunde, frisch geerntete Olivenfrüchte

      2. richtiger Zeitpunkt der  Ernte,

      3. Verarbeitung innerhalb von wenigen Stunden,  

      4. Saubere Mühle,

      5. Ein Müller der Bescheid weiss und vieles mehr .

      Klingt alles einfach. Ist es jedoch nicht ! Nichts geht über  frisches Öl und alten Wein. 

        Mythos IV – Olivenöl muss in den Kühlschrank

        Kühl und dunkel reicht.  Ein Olivenöl in den Kühlschrank zu tun ist nicht nötig. Und nicht vergessen ! Öl mag  auch absolut kein Licht, deshalb immer Öl in dunklen Flaschen oder Kanistern kaufen.

          Und der grösste Mythos: Extra Natives Olivenöl = Extra Natives Olivenöl

          Nie und nimmer !
          Die meisten Konsumenten wissen (fast) nicht wie ein wirklich gutes Olivenöl schmeckt ! Denn: die meisten Öle im Handel, werden den Kriterien des IOC nicht gerecht.
          Wieso ? Weil die meisten Öle im Handel eines oder mehrere Fehlattribute aufweisen. Dazu gibt es eine sehr interessante Studie des Schweizer Marktes: https://files.static-nzz.ch/2020/2/14/bb0ab21a-f9c9-4e83-bae5-ade1b24e660c.pdf

             

             

            Autor: Viron, Gründer und zertifizierter Olivenöl Verkoster

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            Olivenöl im Kühlschrank & andere Social-Media-Märchen

            Von Mineralöl bis Kaltpressung: Höchste Zeit, mit ein paar Märchen aufzuräumen. Wer glaubt, beim Olivenöl sei alles klar, wird in Supermarktregalen oder Social-Media-Kommentaren schnell eines Besseren belehrt. Leider kursieren dort viele Halbwahrheiten – teils veraltet, teils schlicht falsch. Hier kommen 5 Mythen, die sich hartnäckig halten – und was wirklich dahintersteckt.Märchen 1: "Extra nativ ist immer besser." Falsch. "Extra nativ" ist eine gesetzlich geschützte Qualitätsstufe – aber nur auf dem Papier. In der Realität stehen viele Öle im Regal, die sensorisch oder chemisch nicht diesem Standard entsprechen. Stichwort: Etikettenschwindel. Tatsache: Echtes extra natives Olivenöl erkennt man nicht an der Aufschrift, sondern an Laborwerten, Geruch, Geschmack und vor allem: an der Frische. Wer es ernst meint, kennt die Mühle, den Jahrgang und die Olivensorte. Märchen 2: "Kalt gepresst ist besser als extrahiert." Klingt romantisch – ist aber technisch überholt. Heute wird Olivenöl nicht mehr gepresst, sondern in modernen Anlagen bei kontrollierten Temperaturen extrahiert. Der Begriff "kalt gepresst" ist ein Relikt, das sich auf Etiketten gut macht, aber nichts über Qualität aussagt. Tatsache: Entscheidend ist die Temperatur bei der Extraktion – und die darf 27 °C nicht übersteigen, wenn man von echter "Kalt-Extraktion" spricht. Märchen 3: "Der Kühlschranktest zeigt dir, ob das Öl echt ist." Der Klassiker im Internet. Angeblich flockt nur "echtes" Olivenöl im Kühlschrank. Tatsache: Jedes Olivenöl enthält Fettsäuren, die bei Kälte fest werden. Flocken sagen nichts über die Qualität oder Echtheit aus. Das ist reine Physik – kein Echtheitsbeweis. Märchen 4: "Mineralöl im Olivenöl? Niemals!" Leider doch. Immer wieder finden sich bei Tests MOSH/MOAH-Rückstände – also Spuren von Mineralölen, die z. B. durch Verpackungen oder Maschinen ins Öl gelangen können. Tatsache: Das hat nichts mit Streckung zu tun, sondern mit Produktionsbedingungen. Gutes Olivenöl wird regelmäßig auf Rückstände geprüft – und enthält null Mineralöl. Märchen 5: "Je bitterer, desto schlechter." Im Gegenteil! Hochwertiges, frisches Olivenöl enthält viele Polyphenole – sekundäre Pflanzenstoffe, die bitter schmecken, aber gesundheitlich besonders wertvoll sind. Tatsache: Wenn Olivenöl leicht kratzt, bitter ist und nach frischem Gras, Artischocke oder Tomaten riecht – dann ist das ein gutes Zeichen.   Fazit: Nicht alles glauben – besser hinschmecken. Die Olivenöl-Welt ist voller Mythen. Aber wer sich einmal mit echtem, frisch extrahiertem Öl auskennt, lässt sich so schnell nichts mehr vormachen. Wer sichergehen will: Probiert gerne unsere getesteten Öle aus Griechenland – ausgewählt vom Gründer der auch Olivenöl Verkoster ist.  Dieser Artikel darf gerne geteilt werden. Wissen schützt – auch beim Einkaufen.
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            Fünf Mythen über Olivenöl

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